Kein blindes Vertrauen in OpenData

Neue Möglichkeiten dank offener Daten und Datenjournalismus

Analysieren und Visualisieren kann Übersicht zu großen Datenmengen und Verständnis für komplexe Zusammenhänge schaffen sowie krassen Mißverhältnissen und Relationen aufzeigen. So z.B. hohe Opferzahlen in Kriegen oder örtliche, zeitliche und wirtschaftliche Zusammenhänge bei Themen von HIV bis Kindersterblichkeit.

OpenData kann dem Datenjournalismus hierfür die notwendigen Daten liefern.

Bei allem Enthusiasmus über immer mehr zugängliche Daten ist in Zeiten von Greenwashing, Astroturfing und Neusprech gerade auch bei Daten, deren Veröffentlichung von vorne herein klar oder z.B. aufgrund aktueller Datenjournalismus und OpenData-Initiativen absehbar ist, die nötige Skepsis geboten:

Praktiken zur Manipulation und Fälschung sorgen für beeinträchtigte Datenqualität

Wo unkritisch und ausschließlich von Behörden gefälschte Daten oder von der Wirtschaft manipulierte Daten oder quasi schon immer als OpenData verbreitete geschönte Statistiken und Lügen in vielen Pressemitteilungen der Polizei in eigener Sache verwendet werden, führt das zu entsprechend inkompetenten oder verlogenen Ergebnissen.

Weiterhin kritische JournalistInnen vor Ort nötig

Deshalb sind auch in Zeiten zunehmend automatisierter digitaler Analysen und automatischer Generierung von Nachrichten aus immer mehr zugänglicheren Datenquellen weiterhin echte Recherchen vor Ort nötig, um Ereignisse unabhängig zu dokumentieren und mittels investigativer Recherchen wichtige Informationen selbst erheben bzw. überprüfen zu können.

Wertvolle Tipps gibt es ab und zu von Menschen, die auch die Hintergründe und das Zustandekommen der offenen Daten kennen - sogenannte Whistleblower.